Kooperation und Konkurrenz

Posted on: September 23, 2015
3 comments so far (is that a lot?)

cc Ivana EbeltDas ist die eventuell sinnloseste Klarstellung, die je verbloggt wurde, aber nach dem Durchleben einer nutzlosen Diskussion ist es mir ein Bedürfnis:

Wissenschaft ist nicht objektiv, auch Theorien unterliegen Trends und Modebewegungen. Solche Trends sind mit Vorliebe periodisch, schwanken also zwischen zwei Standpunkte hin und her. In der Biologie wird gerne und viel darüber diskutiert, ob denn jetzt in der Evolution die Konkurrenz das Entscheidende war oder die Kooperation.

Immer wieder wird mal das wettkampforientierte „Survival of the fittest“ in den Mittelpunkt gerück. Dann taucht wieder ein Biologe mit Harmoniesucht auf, der lange und breit erklärt, dass doch die Kooperation, die Symbiose, das Gemeinsame die eigentliche treibende Kraft in der Entwicklung des Lebens ist.

Ich weiß nicht in wie weit das heute in Fachkreisen noch wirklich eine Diskussion ist, aber für alle die sich diese Frage noch stellen, hier die Lösung: Kooperation war und ist schon immer die beste Möglichkeit, im Konkurrenzkampf zu bestehen. Die beiden Dinge gegeneinander abzuwiegen ist …äh…mäßig sinnvoll. Wer Feinde hat, sucht sich Freunde. Egal ob im Kampf gegen andere Individuen, andere Arten oder Bakterien. Kooperation ist der Schlüssel zum Überleben im Konkurrenzkampf.

3 Responses to “Kooperation und Konkurrenz”

  1. rolak Says:

    das wettkampforientierte „Survival of the fittest“

    äh, das Überleben an sich mag ja manchmal ein Kampf sein, doch ‘bestangepaßt’ und ‘Wettkampf’, das klemmt, Anpassung (um fast jeden Preis) und Konkurrenz sind imho gegensätzlich.
    Der Titel stellt das richtige Paar vor, ‘Egoismus und Altruismus’ wäre (ebenfalls imho) tragbar — doch davon unabhängig trifft Dein gezogener Schluß meine Vorstellung von der Welt ziemlich genau.

  2. Jörg W. Says:

    sieht mir mal wieder nach einer minimalen Differenz aus 😉
    Für mich klemmt das nicht, denn eine Wettkampf kann grundsätzlich in jeder Disziplin erfolgen, auch in der der Disziplin “best angepasst”. Und genau das passiert, wenn Individuen in einer Population um den Fortbestand ihrer Gene in der nächsten Generation “konkurrieren” – um es dieses Mal etwas genauer zu formulieren.

  3. rolak Says:

    Das ist mehr als akzeptabel, Jörg – die Gene konkurrieren selbst wenn im Makroskopischen das exakte Gegenteil angesagt zu sein scheint.

    minimale[n] Differenz

    Das mag durchaus sein, doch wenn es um Passung geht, kann selbst sehr wenig entscheidend sein. Zumindest gefühlt…

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