Poster haben keine Rechte

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Poster haben keine Rechte

Das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Gelegenheit zu posten, haben nichts miteinander zu tun.

Links:

derstandard.at

diepresse.com

scienceblogs.de

23 Responses to “Poster haben keine Rechte”

  1. Kevin aus Klagenfurt Says:

    Das Video ist sehr brauchbar. Bisher hatte ich eine andere Sichtweise zu diesem Thema. Danke für die Aufklärung.
    Und noch eins muss ich sagen: Die Internetpräsenz ist sehr augenfreundlich. Wirklich gutes Design.

  2. Rapunzel Says:

    Nettes Setting, Schnitte und Einblendungen sehr gut (ev. länger, schärfer)

  3. mathi-As Says:

    der Ton könnte ein wenig lauter sein, sonst bist ja auch nicht so leise…
    was negatives hab ich grad nicht zuschreiben, nicht, weil das eh nicht veröffentlicht werden würde, sondern weil ich der Meinung bin, daß sich poster wie ich gerade eben eh viel zu wichtig nehmen, hauptsache meine Ergüssen werden irgendwo veröffentlicht und ich kann mir -ähnlich wie bei Marketingumfragen- einbilden, daß es jemanden interessiert was ich denke und da das auch so einmalig ist, daß der Welt das echt nicht vorenthalten werden darf, und ich mir ja immerhin auch die Finger wund schreibe, also wirklich was investiere hier an Herzblut, kann, nein darf man das nicht einfach löschen, das wäre ja die Vernichtung von etwas ganz wertvollem, und wenn das passiert, dann steckt da auch sicher was dahinter, Ignoranz, politische Unterdrücker, Dichand oder noch viel schlimmer, die Verschwörer? Also, ich merke gerade, bei diesen Kommentaren gibt es scheinar keine Beschränkung an Zeichen, und das eröffnet mir ungeahnte Möglichkeiten: Da könnt ich jetzt mein ganzes Leben darlegen, und was ich von dem und der halte, genial, also wenns jetzt nicht abbricht, bleibe ich den ganzen Tag sitzen und

  4. RoJa Says:

    Ich schrieb bezüglich Ihrer Seite – im Standard zu einem Poster der einen LINK auf Ihre Seite angab folgendes:

    zu: Die dritte Seite der Medaille //

    Falsch:

    1.) Werden zum Beispiel “Gesetzestexte” die zum jeweilig vorliegenden Fall beitragen, – nicht gesendet, – ist das ein klarer Rechtsverstoß seitens d. Geschäftspartners [Online Betreibers].

    ACHTUNG: Gesetzestexte sind keine Meinung – sondern rechtsgültige Verbindlichkeiten – eines demokratisch legitimierten Rechtsstaates und sind daher sogar von nicht zahlenden Kunden, – bei groben Verfehlungen (z.B. eines anderen Posters / Beispiel: xy ist ein Mörder… // in Wirklichkeit müsste man aber als rechtskundiger Poster von (max.) einer Fahrlässigen Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen ausgehen) über dieses Medium anzuzeigen. Widrigenfalls würde sich das Medium selbst auf eine strafrechtlich verfolgbare Stufe stellen, da der vorhergehende Poster den rechtlichen Sachverhalt zur beschriebenen Causa, – ansonst nicht nachvollziehen konnte und Selbiger in der Meinung gelassen würde, dass er rechtens schrieb. [u.a. §§ 281,282 sowie 286 StGB] Weitere Lösungsansätze wären daher nur mit der Löschung des Vorposts anzudenken…… In diesem Fall müsste dann natürlich auch nicht mehr der Gesetzestext gesendet werden.

    2.) Gibt es auch “POWERUSER”, – die als solches mit dem Medium (Online Zeitung) einen (ind.) Vertrag abgeschlossen haben. (ZAHLENDE KUNDEN)

    3.) Dieser Vertrag beruht (z.B. beim Online – Standard) auf einer größeren Zeichenanzahl (1.500), sowie natürlich dem Anrecht eher eine Meinung kund zu tun als “NICHT ZAHLENDE” – also nicht Kunden dieses Mediums. (Immer davon ausgehend, dass die Forenregeln – welche ja ohnehin beschrieben sind – nicht verletzt werden.)

    Ihr Link geht also zumindest bei Punkt 1, – meiner Darstellung ins leere.

    MfG. RoJa

    Weniger journalistische Arroganz würde also zumindest in meinen Bezug zu Punkt 1 – not tun.
    Glauben Sie nicht auch?

    Dieses können Sie jetzt veröffentlichen – oder auch in Ihrer Rundablage zwecks hygenischer Bereinigung der Festplatte ablegen.
    Lesen werden Sie es ohnehin!

    MfG. RoJa

  5. Joerg Says:

    @roja
    Ihr Punkt 1. ist ein interessanter Spezialfall. Danke für die Ausführungen. Sie sind hier offensichtlich der am Beginn des Videos erwähnte Spezialist.
    Dennoch ändert das nichts am arroganten Fehlschluss mancher Poster, dass ihr Recht auf Meinungsfreiheit gleichzeitig ein Recht auf Meinungsveröffentlichung auf allen Internetseiten dieser Welt mit sich bringt (das ich hier gerne etwas zuspitze dürfte Ihnen nicht entgangen sein).

  6. RoJa Says:

    @Joerg

    Ihr Zitat:

    „Dennoch ändert das nichts am arroganten Fehlschluss mancher Poster, dass ihr Recht auf Meinungsfreiheit gleichzeitig ein Recht auf Meinungsveröffentlichung auf allen Internetseiten dieser Welt mit sich bringt.“

    Meine Antwort:

    Natürlich gebe ich Ihnen vollkommen recht, dass kein Poster ein Recht auf Meinungsveröffentlichung in einem Internetforum besitzt. Wäre auch, – wie Sie wahrscheinlich sagen würden: „NOCH SCHÖNER“.

    Jedoch sieht es bei rechtlichen Verstößen im Sinne des StGB anders aus.

    Ich ließ jedoch ohnehin die Entscheidung, dem Medium – der Löschung des Vorposts bzw. (natürlich noch besser) – die rechtliche Einlassung, – in diesem Fall offen.
    Da meine persönliche Meinung dahingehend ist:

    Lieber etwas unwirsches veröffentlicht zu sehen und daher zuzulassen, – diesen Poster und andere „Gleichdenkende“ sowie Selbigen daher auf die rechtliche Seite ihres Handelns zu verweisen, – im besten Fall noch zum Nachdenken anzuregen, – als scheinheilig auf den „MELDEN“ Button zu drücken und privat auf empört zu spielen.
    (Hierbei würde der Lerneffekt nicht zum Tragen kommen und sich somit auch kein Aha- Effekt einstellen.)

    MfG. RoJa

  7. Joerg Says:

    @Roja

    Natürlich gebe ich Ihnen vollkommen recht, dass kein Poster ein Recht auf Meinungsveröffentlichung in einem Internetforum besitzt.

    Lieber etwas unwirsches veröffentlicht zu sehen und daher zuzulassen…

    seh ich auch so. Mist, jetzt fehlt uns irgendwie der Konflikt.

  8. Webjonny Says:

    Ein ganz neuer Blick auf dieses Thema. Danke! Hat meinen Horizont erweitert.
    IM Gegensatz zu Rapunzel bin ich jedoch der Meinung, dass die Schnitte schwer nerven.

  9. RoJa Says:

    @joerg

    Zu meinem, – an Ihnen gerichteten Post bezüglich Meinungsfreiheit in einem Internetforum!

    (P.S.: Ich unterließ jedoch schon im Vorfeld, der/dem Poster(In) “alla riscossa“ die möglichen Ausführungen des Gesetzgebers näherzubringen, da ich nicht annehmen darf, dass die Online -Standard Redaktion – folgendes auch freischalten würde! – Der Grund dafür wäre wahrscheinlich der ernorme Zeichenaufwand bezüglich meiner ausführlichen Rechtsdarstellungen. Dennoch wäre ich der Meinung, dass – so manch genannte Rechtsdarstellung in einem Forum, das Rechtsempfinden eines unbedarften und nicht rechtskundigen Posters, – nachhaltig einen Wissensvorsprung vermitteln könnte….. SCHULD an der Uniformiertheit der breiten Masse [bezüglich Gesetzesauslegung sowie Information selbiger] sind jedoch gewissenlose Schreiberlinge, die den Namen Journalist nicht einmal im Entferntesten tragen dürften).

    Darf ich Ihnen (dieses) ein reales Beispiel näherbringen?

    Steirer wegen Mord und Totschlag verurteilt: Zwölf Jahre Haft // am 17. September 2009, 18:29 // APA – Meldung – im Online – Standard // Rubrik: Chronik

    LINK: http://derstandard.at/1252771598264/Steirer-wegen-Mord-und-Totschlag-verurteilt-Zwoelf-Jahre-Haft

    PERMALINK ZUM Post von „alla riscossa“

    http://derstandard.at/?url=/plink/1252771598264/14129803

    WORTLAUT:

    was bitte muss man anstellen, dass man wegen mordes fällig ist? beide eltern werden mit flammenwerfer umgebracht, bei einem ist es mord, beim anderen totschlag! wie bitte geht das???

    - – - – - – - – - – - – - – - – -

    Meine Antwort:

    Wie geht das?

    Abgesehen davon, dass das römische Recht (Grundsatz d. römischen Rechtes: Strafpflege in Österreich, Deutschland usw.) bezüglich des Strafrahmens keine Addierung der einzelnen Straftaten kennt, – sondern nur eine Gesamtstrafenbildung zum schwersten Delikt (Höchstmaß in diesem Fall offensichtlich Mord in einem Fall), gegenüber der anglikanischen Rechtssprechung (siehe: GB und USA, wo z.B. jeder Fall “einzeln” [also auch bei einer zusammenhängenden Tat - sowie in diesem Fall] ein Schuldspruch abgeurteilt werden kann, z.B. 1 x Mord (99 Jahre) & 1 x Todschlag (45 Jahre) also insg. 144 Jahre), – macht die ganze Sache sehrwohl Sinn. (Die Brandstiftung mittels Entzündung einer Propangasflasche war ein Mittel zum Zweck der Tatausführung und kann somit nur als bezügliches objektiv gewünschter Tat – zur Erreichung der Herbeiführung der Tat (mittels Erfolg) & dem Eintreffen des gewünschten Erfolges angesehen werden. [Tötung beider Menschen])

    Jedoch, dennoch und gerade um die Komplexität des genannten Falles aufzeigend, – muß juridisch unterschieden werden.
    Die Grundsatzdarstellung in dieser komplexen Frage lautet in jedem juridischen Beispiel:

    1.) Was wollte der Täter?
    (Unterscheidungsmerkmale wie:
    a.) Vorsatz (§ 5 StGB.)
    b.) bedingter Vorsatz
    in diesem Fall sowie in anderen Fällen
    c.) Fahrlässigkeit (§ 6 StGB.) und
    d.) Notwehr bzw. Nothilfe ( in beiden letztgenannten Fällen gibt es sohl auch Notwehr – Nothilfeüberschreitung sowie Rechtsirrtum)
    [Die Notwehrlage: Sie wird ausgelöst durch einen gegenwärtigen oder unmittelbar drohenden rechtswidrigen Angriff eines Menschen auf ein notwehrfähiges Rechtsgut…./ Leib, Leben, körperliche Unversehrtheit sowie Vermögen……]
    [Putativnotwehr: Man versteht darunter die irrtümliche Annahme, dass eine Notwehrlage vorliegt…]

    Letztere Punkte: c. und d. dürfen in diesem Fall jedoch nicht angenommen werden und spiegeln daher auch keine verfahrenstechnischen Relevanten wider.)
    2.) Konnte der Täter von einem ihm finalisierenden Erfolg ausgehen?
    3.) Dadurch ergibt sich auch die Tauglichkeit der für die Tat verwendeten Mittel.
    4.) Ausnahmezustände: § 11 StGB. “ZURECHNUNGSUNFÄHIGKEIT”
    sowie § 287 StGB. “VOLLE BERAUSCHUNG” und daher der zu diesem Zeitpunkt fehlenden Einsicht des Täters.
    5.) Der eventuell vorangegangen Tatplanung und dadurch auch schon die Tauglichkeit, der zur Planung gereichten Mittel.

    Usw. usf. ………….

    Ich möchte Ihnen daher eine bis zu 200 Seiten lautenden Anklageschrift mit sämtlichen Rechtsgütern ersparen, da ich Sie hier mit Paragraphen usw. “stark irritieren bzw. langweilen” würde.

    Was hier bleibt ist jedoch folgendes:

    (rechtsfundierte Meinungen sowie Fallbeispiele aus der LSK [Leitsatzkartei] gebe ich hier zu den §§ 75,76 bewusst nicht ab, da Sie sonst mindestens 20 DIN A 4 Seiten erhalten würden & ich Ihnen daher oben nur ganz kurz / siehe Punkt 1 – 5 eine Kurzanleitung (Beispiele) der Rechtspflege in Selbigen Fall angeben wollte…)

    Mord:

    § 75. Wer einen anderen tötet, ist mit Freiheitsstrafe von zehn bis zu zwanzig Jahren oder mit lebenslanger Freiheitsstrafe zu bestrafen.

    Der Täter erklärte laut oben genannten APA – Artikel (Zitat):

    [1] (5. Absatz: „Er erzählte, wie er sich schon auf der Heimfahrt ausgemalt hatte, wie er die Wohnung mit der Propangasflasche anzünden und sich und die Schwiegereltern töten würde.“)

    Sollte daher der Angeklagte diesen Satz vor Gericht, – „tatsächlich“ so wiedergegeben haben, – ist Selbiger nicht besonders intelligent und sein Anwalt ein indirekter Fallensteller seines eigenen Mandanten. (mindest bedingter Vorsatz!!)

    [2] (3. Absatz: „Der Beschuldigte pflegte auch die bettlägerige Schwiegermutter, der beide Beine aufgrund von Diabetes amputiert worden waren. Zu ihr hatte er nach eigenen Angaben ein gutes Verhältnis, während es mit dem alten Mann immer Streit gab.“

    Der Täter hätte hier erkennen müssen, dass er den Tod bei seiner Schwiegermutter finalisieren würde. Trotzdem er ein gutes Verhältnis zur selbigen hatte, – wendete er sein Tatvorhaben auch für sie nicht ab. (Achtung: amputierte Beine – keinerlei Fluchtmöglichkeit der SM.)

    Totschlag:

    § 76. Wer sich in einer allgemein begreiflichen heftigen Gemütsbewegung dazu hinreißen läßt, einen anderen zu töten, ist mit Freiheitsstrafe von fünf bis zu zehn Jahren zu bestrafen.

    Der Täter erklärte laut oben genannten APA – Artikel (Zitat):

    Hingegen:

    [1] (4. Absatz: „Der bei einem Busunternehmen tätige Steirer kam wieder einmal am Abend etwas später nach Hause, und wurde vom Schwiegervater schon mit den Worten “Du depperter Hund, was kommst denn so spät, Du weißt, dass Du die Spritze geben musst” empfangen. Also versorgte er zuerst die alte Frau mit Insulin und brachte sie ins Bett. Gleich darauf erschien der Schwiegervater wieder. /…….“

    Es kann dadurch angenommen werden, dass jener Vorfall – weder ein einmaliger Ausrutscher seitens d. SV. war, – sondern vielmehr ein jahrelanges psychisches Martyrium, welchem der Angeklagte ausgesetzt war und sich mit den letzten Worten seines Schwiegervaters – zur allgemein begreiflichen heftigen Gemütsbewegung entlud.

    Daher: Auf der einen Seite Mord – im anderen Fall Totschlag.

    (P.S.: So unterscheidet ein Jurist Deliktsformen!!)

    MfG. RoJa (absolute Kurzform)

  10. Eine Bande von Blogger aus ScienceBlogs verunglimpft die Opfer vom Mobbing-Portal ESOWATCH und die Justiz | Blog - Jocelyne Lopez Says:

    [...] alle Verwirrten erklärt Jörg Wipplinger nochmal, welche Rechte Kommentatoren in einem Blog haben: http://diewahrheit.at/video/poster-haben-keine-rechte Und jetzt, Herr Meyer oder wie auch immer sie heißen, sind sie raus. Endgültig, wie es allen [...]

  11. irgendwer Says:

    Ganz so klar ist die Sache mMn nicht.
    Die genannten Onlinezeitungen sind Unternehmen und bieten den Konsumenten ja eine Dienstleistung (Verfassen und Veröffentlichung des Posts) an.
    Insofern besteht mMn auch ein Anspruch.

    derstandard.at sichert sich zwar in den Forenregeln ab, indem er schreibt: “Wir behalten uns das Recht vor, Forenbeiträge zu entfernen, ein Rechtsanspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.” (wobei das (kein Rechtsanspruch) erstmal zu prüfen wäre…), gleichzeitig setzt er dem aber (übergeordnet) voraus:
    “Jede/r UserIn hat das Recht auf freie Meinungsäußerung.”

    Wenn eine Meinung also willkürlich gelöscht wird, ohne gegen die Forenregeln zu verstoßen, ist das mMn Irreführung.
    Welcher Anspruch sich daraus ableitet, müsste mal ein Rechtsgelehrter erklären.

    Jedenfalls dürfte die Angelegenheit nicht so a gmahde Wiesn sein, wie das Video suggeriert – aber die Seite heißt ja auch nicht: “dieganzeWahrheit.at” ;)

    @Wayne:
    wikipedia: “virtuelles hausverbot” – nicht ganz das Selbe, aber man kann davon ableiten.

  12. Joerg Says:

    Im Grunde ist die Sache so klar, anders wird es nur, wenn durch eine Registrierung beispielsweise ein Vertrag geschlossen werden würde.

  13. irgendwer Says:

    Durch die Registrierung wird doch ein Vertrag abgeschlossen!?

    Ich bin kein Jurist, aber:
    - Es wird ein Angebot vorgelegt (Veröffentlichen der Meinungen)
    - es werden Bedingungen formuliert (Forenregeln, etc..)
    - und die Bedingungen müssen angenommen werden.

    Das ist doch ein Vertrag, oder?

    Hab dazu jetzt folgendes gefunden:
    http://medien-internet-und-recht.de/volltext.php?mir_dok_id=613

    Demzufolge kann die Frage “Vertrag oder nicht” im Einzelfall Auslegungssache sein.
    Im konkreten Fall liegt die Auslegung “Vertrag” mMn aus verschiedensten Gründen (kommerzielle Website, Registrierung des Users mit dem Ziel posten zu können,…) nahe.

    Für mich läuft das auf zwei Fragen hinaus:
    1. kann man die Foren wirklich mit einem Wohnzimmer vergleichen, oder sind sie nicht eher Messe- oder Markthallen?

    2. wenn das Anbieten eines Forums noch keinen ausreichenden Anspruch auf Veröffentlichung herstellt, inwiefern leitet sich dieser Anspruch dann aus der Eigenwerbung (derstandard.at: Jede/r UserIn hat das Recht auf freie Meinungsäußerung.) und den Forenregeln ab?

    Was uns dann wohl wieder zum springenden Punkt führt:
    Ist die Registrierung ein Vertrag – und müssen sich die Redaktionen an ihre eigenen Forenregeln halten oder nicht?

  14. Joerg Says:

    Guter Link, danke. Meiner Meinung nach bestätigt er das Video und das in den Kommentaren bereits gesagte: Grundsätzlich keine Rechte für Poster aufgrund des Hausrechts, Rechte nur, wenn ein Vertrag besteht.
    Ob eine Registrierung auf derstandard.at ein Vertrag ist und Forenregeln überhaupt irgendwie bindend, ließe sich vermutlich herausfinden. Die meisten Registrierungen bei Blogs sind es sicher nicht – vor allem nicht, wenn auch anonym gepostet werden darf (wie beispielsweise hier).

  15. genova Says:

    Dass, juristisch betrachtet, ein Blogger auf irgendeinem Privatblog “gar keine Rechte” hat, ist eine belanglose Aussage. Sicher, was sonst. Die Frage ist eher, wie man mit anderen Meinungen umgeht. Und da zeigst du einfach nur, wes Geistes Kind du bist: “Ich hab das Löschtool, also bin ich der Chef und alle hören auf mein Kommando.” Das Argument mit dem Wohnzimmer ist auch schwach: Shhalte deinen Blog auf privat, dann würde der Vergleich einigermaßen hinkommen. Im Moment lässt du potenziell die ganze Welt durchs Fenster schauen.

    Wer Postings löscht, braucht gute Gründe, wenn er sich nicht ad absurdum führen will. Dass ein Argument angeblich schon einemal behandelt wurde und deshalb jetzt nicht mehr genannt werden darf, ist eine Logik á la DDR. Irgendeinen Grund findet man für Zensur immer.

    Es ist jämmerlich, wie schnell Leuten einer abgeht, nur weil sie durch ein paar Knöpfe endlich mal Macht in die Hände bekommen.

    Davon abgesehen: Deine Körpersprache wirkt bemüht. Setz dich einfach locker hin und hör auf, mit dem Oberköper hin und her zu schwanken. Zwar steht in Lehrbüchern, dass man dadurch engagierter und glaubwürdiger wirkt. Das klappt aber nicht immer.

  16. genova Says:

    Und dass mein comment moderation awaited, hätte ich mir bei der Einstellung des Blogchefs auch denken können.

  17. Joerg Says:

    Sie sind ja ganz ein ungeduldiger, aber jammern macht ja auch einfach zu viel Spass ;-)

  18. Joerg Says:

    Das ist ein Trugschluss – der Blogbetreiber braucht keinen guten Grund um ein Posting zu löschen- da kann er reine Willkür herrschen lassen. In Abhängigkeit davon, was das Ziel des Blogs ist, ist rigoroses Löschen mal eine kluge mal eine weniger kluge Strategie. Wer sich in seinem Blog der offenen Diskussion rühmt, wird nicht allzu gut damit fahren, aber auch da bleibt es Sache des Blogbetreibers.

  19. Tobias Claren Says:

    Ach wie schön dass mit Google SideWIKI nun ein vom Seitenbesitzer nicht beeinflussbares Seitenspezifisches Forum/Gästebuch besteht.

    Mich würde echt mal interessieren wie man das hier sieht.

    Wenn man schon klarstellt dass die Onlinedienste den Betreibern gehören und die bestimmen was dort “gesendet” wird, dann muss auch Standard.at oder eben DieWahrheit.at hinnehmen wenn im aufklappbaren SideWIKI die Besucher nicht zu kontrollierende Einträöge hinterlassen.

    Die NPD muss akzeptieren wenn Linke da schreiben, Hagalil muss akzeptieren wenn Antisemiten dort schreiben.

    Ich kann es zwar rechtlich verstehen, aber da ich im eigenen Forum den Anspruch hätte NICHT zu zensieren wirkt es bei mir nicht so direkt unter dem Aspekt des Betreibers. Mal abgesehen von Dt. Gesetzen die ich über US-Safehoster Zahnlos machen würde, ließe ich bei einem allgemeinen Forum alles stehen. Auch wenn sich verschiedene Gruppen virtuell die Köpfe einschlagen, Volksverhetzung betreiben, Bombenbaurezepte posten usw..
    Solange es in den Bereich passt und nicht belanglos wird…

    Das einzige was mir aufstoßen würde, wäre es wenn da einer den Eindruck erweckt seine Regeln die er als normal vorraussetzt und verbreitet wären auf meiner Seite gültig.
    Also “Nettiquette”, Dt. Gesetze (Rechtsberatung, Firmennamensnennung… wäre ausdrücklich erlaubt), oder dass man nicht in “alte” Stränge schreiben soll. Ich bin froh über jeden der in einen alten Strang schreibt, statt zum gleichen Thema einen neuen zu eröffnen. Auch wenn er 10 Jahre alt ist. Gerade wenn Stränge schon bei Google zu dessen Stichwörtern gelistet sind ist es mein ausdrückliches Interesse wenn genau dieser Strang ergänzt wird.
    Ich habe schon in evtl. 10 Jahre alten Strängen die Antwort gegeben die vorher fehlte.
    Was macht das denn für einen Eindruck wenn da jemand über Google den Strang findet bis zum Ende durchliest und immer noch keine Antwort hat. Wenn da aber die Antwort zu finden ist, ist das die beste Werbung.
    Solche Netcops wären wohl die einzigen wo ich über Verwarnungen oder Sperren nachdenken würde.
    Wenn man mich persönlich übel öffentlich im Forum beleidigt würde ich es wahrscheinlich auch noch drin lassen und nur kommentieren. DAS macht Eindruck.

  20. Joerg Says:

    Kenn ich noch gar nicht – muss ich mir mal anschauen. Ist
    allerdings nicht erstaunlich wenn sich tools entwickeln, um jeglicher Kontrolle zu entgehen. Das ist sowohl Stärke als auch
    Fluch des Internets.

  21. markus Says:

    Poster haben also keine Rechte?

    Und wie sieht es mit Persönlichkeitsrechten aus?

    Dann ist der Forenbetreiber bei Kenntnisnahme von Beleidigungen nicht haftungsprivelgiert.

    Ich halte den Ursprungsbeitrag daher für ziemlich altklug und realitätsfremd.

    Geschrien wird von Forenbetreibern dann meist, wenn die Unterlassungserklärung da ist :)

  22. Markus Says:

    Um auf das Hausrecht von Forenbetreibern aufmerksam zu machen, bedarf es keiner zynischen Überschriften wie “Poster haben keine Rechte”.

    Dass die meisten Poster hier dennoch Beifall klatschen, zeigt wohl die Zielgruppe, die oben genannte Publikationen erreichen wollen. Am liebsten wäre diesen Leuten wohl ein Einheitsposter, der alles für richtig hält, was die Presse einem vorgibt.

    Genauso könnte man sagen, “Journalisten haben keine Rechte”. Wenn diese sich nämlich im Ton vergreifen, hat die Meinungsfreiheit auch Grenzen. Dann wird oftmals gleich das Ende der Pressefreiheit verkündet und nach dem Journalisten-Verband gerufen, während Postern diese Lobby nicht zur Verfügung steht…

  23. Joerg Says:

    @Markus
    ev. bin ich im Urlaub ja besonders begriffsstutzig, aber mir ist nicht ganz klar, worauf du eigentlich hinaus willst. Dich scheint der Text irgendwie zu beleidigen und irgendwie willst du ihn kritisieren, aber was genau jetzt der Punkt ist, kommt nicht an.
    Daher will ich auch nur zum ersten Satz des zweiten Postings konkret bezug nehmen: Doch, genau so eine Überschrift braucht es.
    Und natürlich hat auch die Pressefreiheit Grenzen, wie eben jede Freiheit, wie auch die Freiheit des Posters…

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