Biologie und Rassismus

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Biologie und Rassismus

Ein schnelles Handyvideo, inspiriert von http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/liebe-biologen-hoecke-waere-eure-chance-gewesen/

Text:

Schon vor den Nazis und bis heute wird die Biologie für Rassismus herangezogen. Rassisten behaupten, es gäbe biologische Grundlagen, warum eine Rasse besser als eine andere sei. Und sie behaupten, ihre Politik sei richtig, weil sie auf biologischen Tatsachen beruhe. So haben die Nazis die Judenvernichtung teilweise argumentiert, so argumentieren rechte Politiker heute, warum die Grenzen dicht gemacht werden sollen.

1. und wichtigster Punkt dazu: Das ist faktisch falsch. Der Begriff Rasse macht bei Menschen keinen Sinn. Wir sind alle so eng miteinander verwandt, dass eine Aufteilung in Rassen gar nicht möglich ist. Um das zu illustrieren: Die Hautfarbe ist kein für eine Rassenteilung brauchbares Werkzeug – ein Schwarzer kann mit einem Weißen näher verwandt sein als mit einem anderen Schwarzen. Oder: Die genetischen Unterschiede sind innerhalb einer einzigen Schimpansenpopulation größer als die zwischen allen Menschen weltweit!

Allein dadurch, dass der Begriff Rasse bei uns Menschen keinen Sinn macht, bricht jede biologistische Rassenlehre zusammen.

2. Manchmal geht es gar nicht gezielt um Rasse, siehe das aktuelle Beispiel eines deutschen AFD-Politikers – manchmal werden also andere Ideen aus der Biologie entlehnt und politisch missbraucht. Wie im Link aufgezeigt, liegt auch hier der Politiker schlicht falsch – und zwar so was von falsch. Alles was er sagt ist Unsinn.

Die Biologie liefert keine Argumente für Rassismus. Und es wäre schön, wenn das Biologen immer wieder mal laut kund tun würden.

One Response to “Biologie und Rassismus”

  1. Jörg W. Says:

    kleine Ergänzung: http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/gastbeitrag-hoeckes-rassismus-ist-bloedsinn/

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